29.12.2007: Armin Eck geht nicht in die Wüste Der Kulmbacher hätte Co-Trainer von Winfried Schäfer beim Al-Ain Club im Emirat Abu Dhabi sein können. (von Christian Schuberth, Bayerische Rundschau) (Armin Eck) (Winni Schäfer) Als Trainer wurde Armin Eck erst im September beim Bayernligisten SpVgg Bayern Hof in die Wüste geschickt – jetzt hat er ein Engagement in der Selbigen abgelehnt. Der 43-jährige Ex-Profi hätte als Co-Trainer von Winfried Schäfer beim Al-Ain Club in einer 500 000 Einwohner zählenden Stadt im Emirat Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) anheuern können. „Das wäre natürlich eine Riesenchance gewesen, aber es kam alles zu kurzfristig“, erklärt der Kulmbacher seine Absage. Nur 24 Stunden blieben Armin Eck Zeit für seine Entscheidung, nachdem er am 23. Dezember von Schäfer gefragt wurde. „Ich hätte schon am 1. Weihnachtsfeiertag an den Persischen Golf fliegen müssen, denn das nächste Punktspiel bestreitet Al-Ain bereits am 3. Januar“, sagt Eck. Außerdem gibt der langjährige Bundesligaspieler zu bedenken, dass er inzwischen in seiner Geburtsstadt Kulmbach wieder „stark verwurzelt“ ist. Armin Eck wohnt in Seidenhof, seine beiden Kinder gehen hier zur Schule, und nicht zuletzt hat er hier zwei berufliche Standbeine. Zum einen ist er auf Honorarbasis Sportlehrer am MGF-Gymnasium, zum anderen betreibt er eine eigene Fußballschule.
„Das war keine Luftnummer“ Armin Eck hatte also gewichtige Gründe, den Lockrufen aus der Wüste zu widerstehen. Und die waren durchaus sehr ernsthaft, wie er verrät: „Das war keine Luftnummer. Der Besitzer des Vereins, ein Scheich, wollte mich unbedingt verpflichten. Scheinbar hat er in meiner Vita gelesen, dass ich einmal beim FC Bayern München gespielt habe.“ Der ehemalige Bundesligatrainer Winfried Schäfer (Karlsruher SC, VfB Stuttgart) wurde am Donnerstag vom Al-Ain Club als Nachfolger des entlassenen italienischen Torwart-Legende Walter Zenga vorgestellt. Schäfers Vertrag ist zunächst auf ein halbes Jahr befristet. Es ist bereits Schäfers zweite Station in den Vereinigten Arabischen Emiraten. So trainierte der 57-Jährige bis Februar 2007 den im Emirat Dubai beheimateten Klub Al-Ahli und führte ihn 2006 zur Meisterschaft. Gespannt sein darf man, wie Winfried Schäfer seine Trainertätigkeit mit seinem politischen Engagement in Einklang bringt. Er sitzt nämlich auch im Gemeinderat seiner Heimatstadt Ettlingen. Wer die für Armin Eck vorgesehene Co-Trainer-Stelle antreten wird, weiß der Kulmbacher selbst nicht. Ein Trainer-Engagement im Ausland kann sich der 43-Jährige aber durchaus vorstellen – auch am Persischen Golf. „Ich habe mit Winni Schäfer vereinbart, dass wir in Kontakt bleiben. Vielleicht ergibt sich ja im Sommer eine neue Möglichkeit, vielleicht fliege ich ja auch einmal nach Abu Dhabi.“
Winfried Schäfer war übrigens auch als Nationaltrainer des Irans im Gespräch. Auch hier hätte Eck eventuell als Co-Trainer tätig werden können. „Doch die Sache hat sich zerschlagen, weil die Iraner die Verhandlungen mit Schäfer immer wieder hinausgezögert haben“, weiß Armin Eck.
Der Kontakt zu Winfried Schäfer kam über Armin Ecks ehemaligen Mitspieler bei Arminia Bielefeld, Roland Kopp, zu Stande. Kopp berät Schäfer und arbeitet auch für den bekannten Spielerberater Wolfgang Vöge. So trafen sich Schäfer und Eck kürzlich am Rande eines Hallenturniers in Kassel.
FC Schweinfurt 05 statt Abu Dhabi? Vielleicht ergibt sich ja für Armin Eck schon bald ein neues Betätigungsfeld in der Bayernliga. So war er kürzlich ebenso bei der SpVgg Weiden im Gespräch wie er es jetzt beim FC Schweinfurt 05 ist. Allerdings hat noch kein Offizieller der Unterfranken mit dem Kulmbacher gesprochen. „Davon habe ich auch nur im Kicker gelesen“, sagt Eck.
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